Das größte Fahrgeschäft der Kirmes passt auf zwölf Trucks: Die “Geister-Schlange” der Familie Lehmann wird derzeit vom Stahlgerippe zur Gruselbahn. Für die Abendstunden verpflichtet Emil Lehmann gar “lebendige” Geister.
Die Zähne des Ungeheuers schwanken bedenklich hin und her. Ein Arbeiter greift nach den überdimensionalen Beißern und hält sie fest. Langsam steuert Edgar Lehmann den Kran, an dem der Teil des Monstrums hängt, nach vorn und lässt die Zähne zu Boden sinken. Seine Helfer werden sie später an die Fassade montieren. Damit aus dem riesigen Stahlgerüst ganz im hinteren Teil des Kirmesplatzes das größte Fahrgeschäft auf der Neusser Kirmes wird: die Geisterbahn, genannt “Die Geister-Schlange”.
Das Ungetüm ist seit mehr als 30 Jahren im Besitz der Familie Lehmann. Lehmann – das ist Geisterbahn, so ist es im Schaustellergewerbe bekannt. “Es gibt auch Schausteller, die wechseln mal, haben mal ein Riesenrad, mal einen Autoscooter und mal eine Achterbahn, aber mein Vater hat immer gesagt: ,Schuster, bleib bei deinen Leisten’”, erzählt Emil Lehmann (61). Er ist bei seinen Leisten geblieben. Bereits in der vierten Generation bereisen die Lehmanns mit ihrer Geisterbahn die großen Kirmesplätze des Bundesgebiets. Gerade kommen sie von der Cranger Kirmes, direkt nach der Neusser geht es weiter zum Bonner Pützchenmarkt.
Bild- und Textquelle: NGZ-Online








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